Über

 

Das Eiszeit befindet sich heute im 1. Stock des 2. Hinterhauses in der Zeughofstraße 20. Es ist ein gemütliches Kiezkino mit einem eigenen Programmprofil. Inzwischen mit neuester Digitaltechnik ausgestattet, zeigt das Eiszeit täglich 8 Filme in 2 Sälen. Am Wochenende gibt es nachmittags zusätzlich ein Kinderprogramm. Bei Sonderveranstaltungen und Filmgesprächen kann das Publikum Filmemacher und Aktive aus Politik und Gesellschaft kennenlernen.

2015 steht ganz im Zeichen des Umbaus. Das Eiszeit wird nämlich von seinem jetzigen Standort weg- und in das Erdgeschoss des gleichen Hauses einziehen. So erhält das Kino einen Zugang von der Straße aus. Die schon länger leerstehende Ladenfront wird bald wieder belebt sein. Denn ein gastronomisches Angebot mit Bar und Lounge werden das Kino erweitern und es zu einem beliebten Kulturtreffpunkt machen. Das Programm im dann drei Säle umfassenden Kino wird entsprechend vielfältig neu gestaltet und für andere Kunstformen geöffnet werden. Von der Offenheit und Vielfalt her bedeutet das Konzept teilweise „back to the roots“:

Als Hausbesetzerkino in der Blumenstraße gegründet, war das Eiszeit in seinen Anfängen offen für alle Arten von Filmen, für Künstler, die vorbeikamen und interessante Projekte umsetzten, für Performances, Theater, Konzerte, Diskussionen und Ausstellungen. Es war Treffpunkt und Plattform für künstlerischen Ausdruck und Gespräche darüber. Nach der Räumung des besetzten Hauses 1983 war das Eiszeit eineinhalb Jahre Gastkino in der Waldemarstraße und zog 1985 in die Zeughofstraße. Bis in die 90er Jahre hinein hatte das Eiszeit einen einzigen Saal mit 16mm-Projektor. Es gab monatlich einen Super 8-Abend, an dem eigene Filme mitgebracht werden konnten und weiterhin viele Arten von Kulturveranstaltungen. In dieser Zeit entstand auch ein Film vom Eiszeit übers Eiszeit im Eiszeit – von und mit dem damaligen Betreiberkollektiv, Gästen und Künstlern: Die Kinder der Konfettimaschine.

In den 90ern gab es einen größeren Umbau: fortan hatte das Eiszeit zwei Säle und zwei 35mm Projektoren. Seitdem war das Eiszeit vorwiegend Kino.