Die Geschichte mit den Klos: Ein ernstes Alarmzeichen

Wenn es nur um die Bauarbeiten ginge, könnte es sogar Spaß machen, wir kommen gut voran. Aber leider:
der Irrsinn findet kein Ende. Unsere neue Toilettenanlage muss entlüftet werden. Jedes Klo dieser Welt hat ein Ende unten und ein Ende oben. Das gehört vielleicht zu den Dingen über die man nicht gern nachdenkt, aber wenn etwas nach unten fällt, braucht es nach oben Luft, sonst bleibt es hängen. Also hat jedes WC auf dem Dach der Häuser ein Entlüftungsrohr. Und genau dieses zu bauen verweigert uns unser Vermieter. Gewöhnlich baut man diese Rohre bei Umbauten in nicht genutzte Schornsteinzüge, das müssen wir auch tun, weil es keinen andern Weg nach oben gibt. Der Herr der Schornsteine ist aber leider nicht der Schornsteinfeger sondern unser Vermieter. Der Witz an der Sache ist, dass er offensichtlich Schornsteine sammelt, uns jedenfalls den Zugang versperrt, um möglicherweise in seinen über uns geplanten luxuriösen Loftetagen tolle Kamine einbauen zu können – falls es die noch zu findenden Mieter wünschen. Wir haben gefühlt 100 verschiedene Vorschläge für den Verzug des Rohres gemacht, alles hat ihm nicht gefallen. Da kommt schon das Gefühl von Ohnmacht auf.
Man muss sich das vorstellen: er vermietet uns Räume für das Kino und verhindert gleichzeitig den Bau der nötigen Infrastruktur. Ist das naiv, geldgeil oder einfach nur krank? Wir werden diese Willkür, gegen die die Mieter des Vorderhauses bereits seit Monaten erfolgreich vorgehen, nicht hinnehmen. Das ist jetzt leider ein ernstes Alarmzeichen. Die Eröffnung unseres Kinos planen wir aber weiterhin optimistisch Anfang Mai diesen Jahres.