Apropos digitale Kinowelt

In den letzten Wochen ist auf der Baustelle viel passiert. Das fällt besonders auf, wenn man ältere Fotos mit den aktuellen vergleicht. Die Räume sind nicht wieder zu erkennen. Es gibt jetzt Türen und neue Fenster, es werden Heizungsrohre, Stromkabel und die in der digitalen Kinowelt unverzichtbaren Datenleitungen verlegt. Der Rohbau ist endlich fertig! Ach ja, apropos digitale Kinowelt. Hat irgendjemand in den letzten Monaten einen guten (einen richtig guten) Film gesehen? Außer vielleicht „Fritz Bauer“ war da doch eher Wüste. Es war bisher ein sehr schlechtes Kinojahr, jedenfalls für die anspruchsvolleren Filmkunsthäuser und Programmkinos. Am Ende wird es für diesen „Teilmarkt“ wahrscheinlich eines der schlechtesten Jahre überhaupt sein. Das gilt in diesem Jahr absolut nicht für die Mainstream-Kinocenter. Dort wird es wohl das beste Jahr der (deutschen) Kinogeschichte. Und da wir hier in diesem Lande immer alles so schön pauschal sehen, wird 2015 in der Presse natürlich als das Super-Mega-Kinojahr zusammengefasst werden. Marketing ist schließlich mindestens das halbe Leben. Der absolute Knaller kommt ja auch erst. Nach dem gefickten Goethe und dem gefühlt 94sten Bond startet am 17.12. der 102te Teil von Star Wars. (Achso, Popkultur?) Der, wegen seiner Knebelverträge und exorbitant hohen Filmmieten in Kinokreisen recht unbeliebte, Filmverleih „The Walt Disney Company“ will den Schinken auf sage und schreibe 2.000 deutschen Kinoleinwänden abkochen. Durch die Digitalisierung kostet das auch kaum noch Geld. Filmkopien sind ja nur noch kopierte Datensätze. Wahrscheinlich taugt der Film nichts. Damit sich das aber nicht rumsprechen kann, müssen so viele Leute wie möglich schon am ersten Tag in die Kinos rennen. Arme Kinobetreiber die sich dafür hergeben…!