Bald ist wieder Hochsaison im Kino

Sommerferien in Berlin! Endlich Sitzplätze in U- und S-Bahnen. Diejenigen, die mit dem Auto unterwegs sind, freuen sich über freie Parkplätze. Die Stadt macht Pause, unsere Baustelle leider auch ein bisschen. Aber das ist ein anderes Thema, hinlänglich beklagt und leider kaum zu beeinflussen. Eigentlich wollten wir ja im Oktober unser neues, altes EISZEIT-Kino wieder aufmachen, das wird nun leider erst Anfang des neuen Jahres klappen. Dennoch beginnt im Sommer für Kinobetreiber die Orientierungsphase für die nächste Saison. Die aktuell auszuwählenden Filme werden vom Herbst bis zum nächsten Frühling dafür verantwortlich sein, ob auf uns spannende und unterhaltende Kinobesuche warten oder nicht.

Für uns steht der absolute Lieblingsfilm schon fest, leider werden wir ihn nicht im neuen EISZEIT einsetzen können, er startet bereits am 1. Oktober: „Der Staat gegen Fritz Bauer“. Ein deutscher Film (was man ihm zum Glück nicht sofort ansieht) von Lars Kraume mit Burghart Klaußner und Ronald Zehrfeld. Es geht um den Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, der dafür gesorgt hat, dass der Nazi-Verbrecher Adolf Eichmann festgenommen werden konnte und der den Mördern von Auschwitz den Prozess gemacht hat. Burghart Klausner spielt den Ankläger mit einer Wucht und Überzeugungskraft, wie man es selten bei uns im Kino zu sehen bekommt. Ein Meisterwerk, das meilenweit entfernt ist von deutscher Aufklärungsdramatik à la Guido Knopp oder wer auch sonst sich bemüßigt fühlt, den pädagogischen Zeigefinger zu erheben. Dieses filmische Ereignis wird im nächsten Jahr die Bundesfilmpreisverleihung einsam dominieren, wie in diesem Jahr „Victoria“. Wetten?