Geschichte des historischen Hauses

Frontansicht_Zeughofstr

Fassade der Zeughofstraße 20

Um die Jahrhundertwende gab der Klavierfabrikant Carl Laurinat den Gebäudekomplex Zeughofstraße 20 in Auftrag. 1902 wurde das Haus im Jugendstil von Architekt Paul Überholz fertiggestellt. Zur Straße hin ein reich verziertes fünfgeschossiges Mietshaus, waren dahinter in einem Quer- und zwei Seitenflügeln um zwei Höfe herum die Fabrikgebäude angesiedelt. Die Hoffassaden aus gelben Klinkersteinen sind mit Reliefs aus Putz geschmückt, die das Logo der Klavierfabrik Laurinat und einige musizierende Engelchen zeigen. Laurinat betrieb hier seine 1879 in der Adalbertstraße gegründete Pianofortefabrik Laurinat & Co. Die Firma, die jährlich ca. 1.000 Klaviere produzierte, hatte auch Niederlassungen in London und Dortmund. Laurinats Tochter vermietete den Gewerbehof nach dessen Tod an 12 weitere Firmen. In den 20er und 30er Jahren gehörte die Zeughofstraße 20 der Metallwarenfabrik J. Bornmann und in den 40er Jahren der Konko Schokoladenfabrik. Bis vor kurzem beherbergte das Haus auch die Freie Schule Kreuzberg. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz.